Baustrom & Notstrom
Strom für Ihre Baustelle und eine sichere Versorgung, wenn das Netz ausfällt. Wir schließen Baustromverteiler an und bereiten Ihren Betrieb auf die Einspeisung eines Notstromaggregats vor.
- Baustromanschluss
- Prüfung auf Baustellen
- Einspeisung für Aggregate
Strom für die Baustelle von Anfang an
Ohne Strom steht jede Baustelle still. Damit es pünktlich losgeht, muss der Baustromanschluss frühzeitig geplant werden.
Für den Anschluss brauchen Sie einen Antrag beim zuständigen Netzbetreiber und einen Baustromverteiler, der die Geräte auf der Baustelle sicher versorgt. Wir unterstützen Sie beim Antrag, schließen den Verteiler fachgerecht an und prüfen die Anlage vor der Inbetriebnahme.
Ob Neubau, Hallenerweiterung oder Umbau im Bestand: Wir sorgen dafür, dass Kräne, Maschinen, Container und Werkzeuge zuverlässig und sicher Strom bekommen.
In vier Schritten zum Baustromanschluss
So läuft es typischerweise ab, wenn Sie Baustrom benötigen.
Bedarf klären
Wir ermitteln mit Ihnen die benötigte Leistung, die Anzahl der Steckdosen und den Standort des Verteilers.
Antrag stellen
Wir unterstützen Sie beim Antrag beim Netzbetreiber und stimmen den Termin für den Anschluss ab.
Anschließen
Wir stellen den Baustromverteiler auf, schließen ihn an und verlegen die Zuleitungen auf der Baustelle.
Prüfen
Vor der Inbetriebnahme prüfen wir die Anlage und übergeben Ihnen das Prüfprotokoll.
Prüffristen auf Baustellen
Baustellen gelten als Bereiche mit erhöhter Gefährdung. Deshalb sind die Prüffristen kürzer als im Büro oder in der Werkstatt.
Für die Prüfung der Anlage und der Geräte ist der Unternehmer verantwortlich, der sie auf der Baustelle betreibt. Gern übernehmen wir die wiederkehrenden Prüfungen und dokumentieren sie für Sie.
| Prüfung | Richtwert |
|---|---|
| Ortsveränderliche Geräte auf Baustellen | 3 Monate |
| Elektrische Anlagen auf Baustellen | 1 Jahr |
| Fehlerstrom-Schutzschalter: Prüftaste durch den Benutzer | arbeitstäglich |
| Fehlerstrom-Schutzschalter: Wirksamkeit durch Elektrofachkraft | 1 Monat |
Richtwerte nach DGUV Vorschrift 3, Durchführungsanweisungen Tabelle 1A bis 1C. Maßgeblich ist die Gefährdungsbeurteilung.
Vorbereitet, wenn das Netz ausfällt
Ein längerer Stromausfall kann in Betrieben schnell teuer werden: Kühlware verdirbt, Server fallen aus, Produktion steht.
Mit einer fest installierten Einspeisestelle lässt sich ein Notstromaggregat im Ernstfall schnell und sicher anschließen. Ein Netzumschalter trennt Ihre Anlage dabei vom öffentlichen Netz, damit kein Strom zurückgespeist wird.
Wichtige Verbraucher fassen wir in eigenen Stromkreisen zusammen, damit das Aggregat nur das versorgt, was wirklich weiterlaufen muss. Ob die Anlage beim Netzbetreiber angemeldet werden muss, klären wir vorab.
Was wir dafür installieren
- Einspeisesteckdose oder Anschlusskasten für das Aggregat
- Netzumschalter mit sicherer Trennung vom öffentlichen Netz
- Eigene Stromkreise für kritische Verbraucher
- Passende Absicherung für den Betrieb mit Aggregat
- Beschriftung und Einweisung für den Ernstfall
Wofür sich eine Notstromeinspeisung lohnt
Welche Bereiche abgesichert werden sollten, hängt davon ab, was ein Ausfall in Ihrem Betrieb kostet.
IT und Server
Server, Netzwerk und Telefonie laufen weiter. Eine USV überbrückt dabei die Zeit, bis das Aggregat die Versorgung übernimmt.
Kühlung
Kühlräume, Kühltheken und Tiefkühllager bleiben in Betrieb, damit keine Ware verdirbt.
Produktion und Pumpen
Einzelne Maschinen, Heizung, Lüftung oder Pumpen lassen sich gezielt weiter versorgen, damit Prozesse kontrolliert weiterlaufen oder sicher heruntergefahren werden können.
Angebot für Baustrom & Notstrom anfragen
Beschreiben Sie uns kurz Ihr Vorhaben. Wir melden uns zeitnah und stimmen einen Termin vor Ort mit Ihnen ab.
Den Baustrom richtig planen
Wer den Baustrom früh plant, vermeidet Verzögerungen am ersten Bautag und Engpässe in der Hochphase der Baustelle.
Leistungsbedarf ermitteln
Wie viel Leistung die Baustelle braucht, hängt von den Geräten ab, die gleichzeitig laufen. Große Verbraucher sind Baukran, Bauaufzug, Betonpumpe oder Mischanlage. Hinzu kommen Baucontainer mit Heizung und Klimaanlage, Beleuchtung, Werkzeuge und im Winter Bautrockner und Heizgeräte. Aus dieser Liste ergibt sich die Anschlussleistung, die beim Netzbetreiber beantragt wird. Eine kleine Reserve verhindert, dass später nachgerüstet werden muss.
Den richtigen Standort für den Verteiler wählen
Der Baustromverteiler sollte nah am Anschlusspunkt stehen, gut erreichbar und gleichzeitig vor Baufahrzeugen geschützt sein. Er darf nicht in einer Senke stehen, in der sich bei Regen Wasser sammelt. Kurze Wege zu den großen Verbrauchern sparen Leitungen und verringern den Spannungsfall. Bei größeren Baustellen verteilen Unterverteiler die Energie in die einzelnen Bauabschnitte.
Vom Baustrom zum Hausanschluss
Schon während der Bauphase sollte der spätere Hausanschluss mitgeplant werden. Wo kommt der Netzanschluss ins Gebäude, wo steht der Zählerschrank und welche Leistung braucht das Gebäude im Betrieb? Wer das früh klärt, kann den Übergang vom Baustrom zur endgültigen Versorgung ohne Unterbrechung der Bauarbeiten organisieren.
Baustromverteiler nach Norm
Baustellen gelten als Bereiche mit erhöhter elektrischer Gefährdung. Für die Errichtung der Anlage gilt DIN VDE 0100-704, für die Baustromverteiler selbst DIN EN 61439-4. Steckdosen bis 32 Ampere müssen über Fehlerstrom-Schutzschalter mit einem Bemessungsfehlerstrom von höchstens 30 Milliampere geschützt sein. Der Verteiler muss abschließbar sein und eine Möglichkeit bieten, die Anlage im Notfall schnell abzuschalten.
Geeignete Leitungen und Verlängerungen
Auf Baustellen werden Leitungen stark beansprucht: Sie liegen im Schmutz, werden überfahren und sind Wind und Wetter ausgesetzt. Deshalb sind robuste Gummischlauchleitungen wie H07RN-F vorgeschrieben, keine leichten Kunststoffleitungen aus dem Haushalt. Kabeltrommeln und Verteiler müssen für den Außenbereich geeignet sein. Leitungen über Fahrwege werden geschützt oder in der Höhe geführt.
Prüfungen nicht vergessen
Weil die Belastung so hoch ist, gelten auf Baustellen kürzere Prüffristen als im Betrieb, wie die Tabelle oben zeigt. Die Prüftaste der Fehlerstrom-Schutzschalter sollte arbeitstäglich betätigt werden. Bewahren Sie die Prüfnachweise auf der Baustelle auf, damit sie bei einer Kontrolle durch die Berufsgenossenschaft schnell zur Hand sind.
Notstrom: Was vorher geklärt sein muss
Eine Notstromversorgung funktioniert im Ernstfall nur, wenn sie vorher sauber geplant und regelmäßig getestet wurde.
Welche Verbraucher wirklich weiterlaufen müssen
Ein Aggregat, das den ganzen Betrieb versorgt, ist groß und teuer. Meist reicht es, die wirklich wichtigen Verbraucher abzusichern: Server und Netzwerk, Kühlung, Heizung, Pumpen, Sicherheitsbeleuchtung oder einzelne Maschinen, die nicht unkontrolliert stoppen dürfen. Für die Größe des Aggregats zählen nicht nur die Dauerleistung, sondern auch die Anlaufströme von Motoren und Kompressoren.
Aggregat und Schutzmaßnahmen abstimmen
Ein Stromerzeuger ist eine eigene Stromquelle mit eigenen Anforderungen an Erdung und Schutzmaßnahmen. Die Errichtung solcher Anlagen regelt DIN VDE 0100-551. Entscheidend ist, dass die Schutzeinrichtungen auch im Aggregatbetrieb zuverlässig abschalten und dass keine Spannung in das öffentliche Netz zurückgespeist wird. Die Anschlussbedingungen des Netzbetreibers müssen dabei beachtet werden.
Regelmäßig testen
Eine Notstromversorgung, die nie ausprobiert wurde, ist ein Risiko. Aggregate sollten nach den Vorgaben des Herstellers regelmäßig unter Last laufen. Dabei werden auch Kraftstoffvorrat, Starterbatterie und die Umschaltung geprüft. Ebenso wichtig ist, dass Ihre Mitarbeiter wissen, wie im Ernstfall umgeschaltet wird. Eine kurze Anleitung direkt an der Einspeisestelle hilft dabei.
Baustrom von der Einrichtung bis zum Rückbau
Einrichtung
Sobald der Netzbetreiber den Anschluss hergestellt und den Zähler gesetzt hat, wird der Baustromverteiler angeschlossen und geprüft. Danach erhalten die Gewerke Strom. Sinnvoll ist eine kurze Einweisung, wer den Verteiler öffnen darf, wo der Notaus sitzt und wen man bei einer Störung anruft.
Betrieb und Erweiterung
Mit dem Baufortschritt wächst oft der Bedarf: Neue Bauabschnitte brauchen Unterverteiler, Kran und Aufzug ziehen um, im Innenausbau kommen Etagenverteiler hinzu. Jede Erweiterung wird vor der Inbetriebnahme geprüft. Klar geregelt sein sollte, welche Firma für welchen Verteiler verantwortlich ist, denn die Prüfpflicht liegt beim jeweiligen Betreiber.
Rückbau und Übergabe
Am Ende der Bauzeit wird der Baustrom zurückgebaut und beim Netzbetreiber abgemeldet. Liegt der endgültige Hausanschluss bereits vor, kann der Übergang so geplant werden, dass die letzten Arbeiten schon über die Gebäudeinstallation versorgt werden. Wichtig ist, dass zuvor alle provisorischen Leitungen entfernt sind.
Fragen zu Ihrem Projekt?
Rufen Sie uns an. Wir beraten Sie persönlich zu Baustrom & Notstrom und finden die passende Lösung.
Was eine USV leistet
Eine unterbrechungsfreie Stromversorgung puffert die Versorgung über Akkus. Sie springt ohne Unterbrechung ein, wenn das Netz ausfällt, und schützt empfindliche Geräte zusätzlich vor kurzen Spannungseinbrüchen. Ihre Laufzeit reicht je nach Größe für Minuten, selten für Stunden. Typische Einsatzbereiche sind Server, Netzwerktechnik, Telefonie und Steuerungen.
Was ein Aggregat leistet
Ein Notstromaggregat erzeugt Strom über einen Verbrennungsmotor und kann bei ausreichendem Kraftstoffvorrat viele Stunden oder Tage laufen. Es braucht jedoch einige Sekunden bis zum Start und zur Übernahme der Last. Für Verbraucher, die diese kurze Unterbrechung vertragen, etwa Kühlung, Heizung oder Pumpen, reicht ein Aggregat allein aus.
Die Kombination
Für IT und Steuerungen ist die Kombination aus beidem üblich: Die USV überbrückt den Moment des Ausfalls und die Startzeit, danach übernimmt das Aggregat die Versorgung. Bei der Planung muss die USV so ausgelegt werden, dass sie auch mit dem Aggregat als Quelle zuverlässig arbeitet.
Anschlussleistung und Entfernung
Die Kosten für den Baustromanschluss legt der Netzbetreiber fest. Sie hängen vor allem von der beantragten Leistung und davon ab, wie weit der nächste Anschlusspunkt im Netz entfernt ist. Eine gut begründete Leistungsangabe vermeidet unnötig große Anschlüsse ebenso wie Engpässe, die später eine teure Erweiterung erfordern.
Dauer und Jahreszeit
Je länger eine Baustelle läuft, desto mehr Prüfungen fallen an, denn die Fristen auf Baustellen sind kurz. Im Winter steigt der Bedarf durch Bautrockner, Heizgeräte und längere Beleuchtungszeiten. Wer das in der Planung berücksichtigt, muss den Anschluss nicht mitten in der Bauphase erweitern lassen.
Organisation auf der Baustelle
Häufig ist der Bauherr Anschlussnehmer beim Netzbetreiber und Vertragspartner für den Baustrom. Wie der Verbrauch auf die beteiligten Gewerke verteilt wird, regelt in der Regel der Bauvertrag. Klare Absprachen dazu, wer Unterverteiler betreibt und prüfen lässt, vermeiden Streit und Lücken bei der Verantwortung.
Diese Angaben braucht der Netzbetreiber
Der Antrag auf einen Baustromanschluss wird über einen im Installateurverzeichnis des Netzbetreibers eingetragenen Elektroinstallateur gestellt. Halten Sie dafür diese Angaben bereit:
- Adresse des Bauvorhabens und Lageplan mit Standort des Verteilers
- Benötigte Anschlussleistung
- Geplanter Beginn und voraussichtliche Dauer der Bauzeit
- Anschlussnehmer und Rechnungsempfänger
Rechtzeitig daran denken
Damit der Anschluss pünktlich zum Baubeginn steht, sollten auch diese Punkte geklärt sein:
- Zufahrt für den Netzbetreiber zum Anschlusspunkt
- Fester, ebener Stellplatz für den Verteiler
- Termin für Anschluss und Zählersetzung
- Ansprechpartner auf der Baustelle
Baustrom & Notstrom: häufige Fragen
Ihre Frage ist nicht dabei? Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns, wir beraten Sie gern.
Wie früh muss ich Baustrom beantragen?
So früh wie möglich, am besten mit dem Start der Bauplanung. Der Netzbetreiber braucht für die Bearbeitung und die Herstellung des Anschlusses einige Wochen. Wir sagen Ihnen, welche Angaben benötigt werden, und unterstützen Sie beim Antrag.
Was gehört in einen Baustromverteiler?
Ein Baustromverteiler nach DIN EN 61439-4 enthält Hauptschalter, Leitungsschutzschalter, Fehlerstrom-Schutzschalter und Steckdosen für Schuko- und CEE-Stecker. Je nach Bedarf kommt ein Zählerplatz für den Baustromzähler hinzu.
Wie oft muss auf der Baustelle geprüft werden?
Ortsveränderliche Geräte auf Baustellen haben nach DGUV Vorschrift 3 einen Richtwert von drei Monaten. Fehlerstrom-Schutzschalter in Baustromverteilern sind arbeitstäglich über die Prüftaste zu testen und monatlich durch eine Elektrofachkraft auf Wirksamkeit zu prüfen.
Kann ich ein Notstromaggregat einfach an eine Steckdose anschließen?
Nein. Ohne fachgerechte Trennung vom öffentlichen Netz kann das Aggregat Strom zurück ins Netz speisen. Das gefährdet Monteure des Netzbetreibers und kann Geräte zerstören. Nötig sind eine geeignete Einspeisestelle und ein Umschalter, der Netz und Aggregat sicher trennt.
Welche Verbraucher sollten am Notstrom hängen?
Das legen wir gemeinsam mit Ihnen fest. Typisch sind Server und Netzwerk, Kühlung, Heizung, Pumpen, Kassensysteme oder einzelne Maschinen, deren Ausfall teuer wird. Diese Verbraucher fassen wir in einem eigenen Stromkreis zusammen.
Brauche ich zusätzlich zum Aggregat eine USV?
Für Server und empfindliche Technik in der Regel ja. Ein Aggregat braucht nach einem Stromausfall einige Zeit, bis es läuft und umgeschaltet ist. Eine unterbrechungsfreie Stromversorgung überbrückt diese Lücke, damit Rechner nicht abstürzen und keine Daten verloren gehen.
Welche Leitungen dürfen auf Baustellen verwendet werden?
Auf Baustellen sind robuste Gummischlauchleitungen wie H07RN-F oder gleichwertige Leitungen vorgeschrieben. Leichte Kunststoffleitungen und Mehrfachsteckdosen aus dem Haushalt sind nicht geeignet.
Wie groß muss ein Notstromaggregat sein?
Das hängt davon ab, welche Verbraucher versorgt werden sollen. Neben der Dauerleistung zählen die Anlaufströme von Motoren und Kompressoren. Wir ermitteln den Bedarf gemeinsam mit Ihnen, damit das Aggregat weder zu klein noch unnötig groß ausfällt.
Wie oft sollte ein Notstromaggregat getestet werden?
Die Intervalle legt der Hersteller fest. Üblich sind regelmäßige Probeläufe unter Last, bei denen auch Kraftstoff, Batterie und Umschaltung geprüft werden.
Muss ein Notstromaggregat beim Netzbetreiber angemeldet werden?
Das hängt davon ab, wie das Aggregat mit der Hausanlage verbunden wird. Bei einer festen Einspeisung über einen Netzumschalter sollten die Anforderungen vorab mit dem Netzbetreiber geklärt werden. Das übernehmen wir gemeinsam mit Ihnen bei der Planung.
Von Lorsch aus sind wir im Kreis Bergstraße, an der Bergstraße bis Darmstadt und im Rhein-Neckar-Raum für Sie im Einsatz.
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